Schlafen und Metabolismus

Der Metabolismus zeigt zyklische Variationen, die an die innere Uhr gekoppelt sind. Die Sekretion der Hormone, Glukosetoleranz, Cortisol sind Beispiele dafür. Die zyklischen Variationen werden aber auch durch die Vigilanzzustände, Wachsein, non-REM Schlaf und REM-Schlaf, beeinflusst. So haben Wachstumshormone die maximale Ausschüttung während des langsamwelligen Schlafs (SWS).

Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass in den letzten 20 bis 30 Jahren die Schlafzeiten kürzer wurden und parallel dazu der BMI (body mass index) grösser wurde. In Laborstudien konnte gezeigt werden, dass bei den Versuchpersonen nach einer Verkürzung der Schlafzeiten die Glukosetoleranz und Insulinsensitivität vermindert waren, das bei genau gleicher Diät. Der Appetit nahm zu, speziell auf Kohlehydratreiche Nahrung. Die Menge Leptin nahm ab und die Menge Ghrelin zu, Peptide, die das Sättigungsgefühl beziehungsweise den Appetit regulieren. Mit anderen Worten, zu wenig Schlaf verführt zu mehr essen und folglich zu Übergewicht, das der wichtigste Risikofaktor für Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen darstellt. Möglicherweise ist zu wenig Schlaf an sich ein Risikofaktor für Diabetes Typ II.